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Wenn der Vamp zubeißt…

Dienstag, 19. Dezember 2017

Kompakte Anlage: Die Okken Schaltanlage mit dem VAMP System misst 2350 x 4650 x 600 mm

Kurzschließereinheit im Speisefeld.

Das Team der Sitte Schaltanlagen hat am 12. Dezember eine der ersten Okken Schaltanlagen weltweit ausgeliefert, die über einen aktiven, begrenzenden Störlichtbogenschutz verfügt. In Zusammenarbeit mit dem Systempartner Schneider Electric wurde eine Okken Schaltanlage mit aktivem Störlichtbogenschutz auf Basis des VAMP321 Systems im Auftrag des Kunden Harz Guss Zorge verbaut.

Dieses Eisenguss-Traditionsunternehmen produziert mit 500 Mitarbeitern jährlich bis zu 50.000 Tonnen komplexe Bauteile für die Nutzfahrzeugindustrie. Im Rahmen einer Modernisierung begünstigte die Brandschutzversicherung des Kunden die hochaktuelle Störlichtbogenerfassung und –abschaltung im Störfall.

 

Das System bietet optimalen Schutz vor den Auswirkungen eines Störlichtbogens für Personen und Schaltanlagen. In diesen energieintensiven Schaltanlagen sind besonders kurze Reaktionszeiten gefordert, einige wenige Millisekunden entscheiden über die Höhe der Auswirkungen des Störlichtbogens. Der VAMP erfasst unmittelbar nach der Zündung die Signale optisch wie auch energetisch, wertet sie aus und erzeugt einen metallischen Kurzschluss parallel zum Störlichtbogen. So wird der Störlichtbogen quasi bereits während seiner Entstehung zum Erlöschen gebracht.

Im Anschluss übernimmt ein von einer Feder angetriebener Kontaktapparat die Führung des Kurzschlussstromes bis zur Abschaltung durch die speisenden Leistungsschalter. Der einspeisende Leistungsschalter schaltet die Anlage so über die Kurzschlussschutzfunktion sicher ab. „Ein Premierenprojekt für uns, das einen wesentlichen Sicherheitsgewinn für den Endkunden darstellt. Versicherer werden Störlichtbogenschutzsysteme zukünftig immer mehr einfordern.“, so Projektleiter Stefan Riethmüller.

 

Ein Störlichtbogen ist ein seltenes, aber nicht auszuschließendes Ereignis, welches im Arbeitsumfeld von elektrischen Anlagen auftreten kann. Hervorgerufen z.B. durch einen Kurzschluss oder fehlerhafte Handhabungen beim Trennen stromführender Teile verursachen Störlichtbögen extreme, sogar lebensbedrohliche Gefährdungen. In Deutschland werden jährlich immer noch einige Todesfälle infolge von Störlichtbögen verzeichnet.