zurück
zurück zum Seitenanfang

Frauenpower bei Sitte

Mittwoch, 28. Februar 2018

vlnr: Sarah Machura, Sarah Wiehebrink, Jana Horstmann

Im Elektrotechnik-Handwerk arbeiten nur 6% Frauen in Deutschland, in den USA sogar nur 1%*. In der Sitte Unternehmensgruppe wird darauf Wert gelegt, dass auch Elektrikerinnen ihre Chance auf einen adäquaten Arbeitsplatz erhalten.

„In der Vergangenheit haben wir es bei einzelnen Kunden auch schon erlebt, dass entrüstet angerufen wurde „Wir haben einen Elektriker bestellt – keine Frau!“, so Dr. Bernd Sitte. Seine Forderung: Frauen in elektrotechnischen Berufen müssen selbstverständlich sein und so traf er sich im Februar mit Sarah Machura, Sarah Wiehebrink (beide Sitte Schaltanlagen) und Jana Horstmann (Sitte Schiffsinstallationen) zu einem Erfahrungsaustausch.

 

Die drei Elektrikerinnen lieben ihren Beruf und fühlen sich in der Sitte Unternehmensgruppe mit ihren männlichen Kollegen gut aufgehoben. Sarah Machura: „Das einzige Manko einer Frau als Elektrikerin ist ein Kräfte-Nachteil. Den haben aber auch Männer mal, nicht jeder hat eine Statur, die ihn eine Kabeltrommel tragen lässt. Dann frage ich halt mal nach Hilfe. Für meine Kollegen bei Schaltanlagen ist das völlig OK.“

 

Die Löhne im Elektrotechnik-Handwerk werden generell gut bezahlt. Bei der Sitte Unternehmensgruppe erhalten Frauen und Männer selbstverständlich gleiche Löhne. Dr. Bernd Sitte: „Sie arbeiten in einer zukunftssicheren Branche. Was die Teilzeitmöglichkeiten angeht, ist das allerdings manchmal schwierig – hier versuchen wir, individuelle Lösungen zu schaffen – Teilzeitarbeit beim Kunden ist in der Regel leider nicht möglich.“ Montagetätigkeit und Familienplanung sind nicht leicht zu vereinbaren – hier ist die Unternehmensgruppe bemüht, andere Lösungen zu schaffen. Wie bei Sarah Machura, die zunächst bei der Schiffsinstallation bei Kundenprojekten eingesetzt wurde. Später, als der Nachwuchs da war, wechselte sie in eine Teilzeitstellung in die Werkstatt der Sitte Schaltanlagen.

 

Jana Horstmann:  „In unserer Familie war ich vorbelastet: Mein Vater ist Ingenieur für Schiffs- und Betriebstechnik und meine Schwester ist Energie-Elektronikerin. Ich wollte schon immer etwas Handwerkliches machen und mit Metall und Elektrotechnik zu arbeiten, war für mich die ideale Kombination. Ich würde mich immer wieder für diesen Beruf entscheiden. An etwas mit zu bauen, was Bestand hat. Wie die Helgolandfähre – da kann ich immer sagen „daran habe ich mit gebaut!“.

 

*Karin Kaudelka und Gerhard Kilger „Eigenverantwortlich und leistungsfähig“, 2013